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Der Mut du selbst zu sein

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Posted on / by Linda

Diese Art von Verletzlichkeit

Habe ich den Mut ich selbst zu sein? Wenn ja, wann? Und was heißt es überhaupt “man selbst” zu  sein?

Seit Anfang des Sommers 2018 begleiten mich diese Gedanken und ich habe mir “Den Mut haben ich selbst zu sein” zum Motto gemacht. 

Gerade über das letzte Jahr hinweg, hatte ich eigentlich immer mehr das Gefühl, dass ich das gut kann, also die Sache mit dem “Ich selbst sein”. Definitiv stimmt das auch, aber in den letzten Monaten habe ich mich immer wieder erwischt. Ich habe mich dabei erwischt wie ich nichts sagte, um nicht das falsche zu sagen. Wie ich meine Meinung zurück hielt, um nicht der “falschen” Meinung zu sein. Mir ist immer mehr bewusst aufgefallen in welchen Situationen es mir schwer fällt, zu sagen was ich denke, zu zeigen was ich fühle und meine Grenzen zu verteidigen. 

Mich verletzlich zu machen indem ich  teile was mir das Herz gebrochen hat oder wie sich Schmerz in mir anfühlt, ist nicht mehr schwer für mich. Darin habe ich viel Übung. 
Aber zu sagen was ich denke, was meine Meinung und meine Bedürfnisse sind, ist das schwerste. Ja und auch das hat was mit Verletzlichkeit zu tun. Doch diese Art der Verletzlichkeit, lässt mich schreiend wegrennen. 

Warum?

Ganz einfach. Weil wenn ich meine Meinung preisgebe, dann kann ich dafür belächelt werden. Wenn ich meine Bedürfnisse ausspreche, dann kann ich dafür nicht gemocht werden. Wenn ich mich zeige, dann kann es sein, das mein Gegenüber nicht mag was er sieht. 

Es ist die Angst. Die Angst nicht gut genug zu sein. 

Und ich weiß, dass die Menschen, welche mich nicht für das annehmen und lieben, was und wer ich bin, die sollten auch kein Teil meines Lebens sein, doch ich habe gemerkt, wie schwer es doch ist das zu leben. 

Wie ich feststellen musste, ist es auch genau diese Angst, welche mir das Schreiben und Veröffentlichen von Beiträgen so schwer macht.
Ihr wisst gar nicht wie viele Beiträge ich schon angefangen und nicht fertig geschrieben oder fertig geschrieben aber nicht veröffentlicht habe. Ganz einfach weil ich dachte, dass das was ich schreibe nicht gut genug ist. Dass das was ich zu sagen habe nicht wichtig ist. Weil ich Angst habe nicht angenommen zu werden. 

Und wie oft habe ich auf Arbeit nicht gesagt was ich denke oder Ideen nicht ausgesprochen die ich hatte, weil ich Angst hatte, dass diese nicht gut genug sind. Weil ich dachte, das jemand anderes wahrscheinlich bessere hat. 
Wie lange habe ich meine Yoga-Kurse heraus geschoben, weil ich Angst hatte, dass das, woran mein Herz so sehr hängt, von anderen nicht gemocht wird. 

Vor kurzem bin ich über einen Spruch gestolpert: 

There are people less qualified than you
doing the things you want to do
simply because
they decided to believe in themselves.
Period.

Denke einfach mal dran, wie Menschen aussehen, welche leben was sie lieben. Diese Menschen strahlen und ihre Leidenschaft ist so anstrecken, dass du nicht anders kannst, als dich davon anstecken zu lassen. 

Deshalb, wenn du zeigst wer du bist und machst was du liebst, dann wirst du die Leute anziehen, welche zu deiner Schwingung passen. 

Wie Überwinde ich meine Angst?

Ich weiß diese Angst ist schon immer in mir, aber in den letzten Monaten habe ich gemerkt wie schwer es ist, sie zu überwinden. 

Wie also überwindet man diese Angst? Die Angst nicht gut genug zu sein? 

Durch Übung. 
Du musst dich der Angst immer und immer wieder stellen. Denn die Angst wird trotzdem immer da sein, das Wichtig ist nur, dass du dich nicht von ihr stoppen lässt. Do it anyway. Die Angst verschwindet nicht, aber sie wird kleiner und du wirst immer mutiger. 

Wenn du dich zeigst, passiert etwas wundervolles. 
Ich erinnere mich an einen Moment in dem ich ganz bewusst meine Angst überschritten habe und ich entschieden habe einfach in dem Moment zu zeigen was ich fühle. Dadurch habe ich eine ganz andere Ebene zwischen mir und meiner Umgebung geschaffen. Ich habe die Menschen getroffen welche zu mir passen und haben mit ihnen im gleichen Tackt getanzt und dadurch ist eine Verbindung entstanden, die von Anfang an viel tiefer war. 

Ich versuche mein Motto “Den Mut haben, ich selbst zu sein” auf alle Bereiche meines Lebens auszuweiten. Ganz egal ob es in meinem Job ist, wo ich vielleicht eine Idee habe, welche kontrovers ist zu allen anderen und ich sie trotzdem oder genau deswegen sage. Ob es auf einem Date ist und ich zuerst preisgebe, dass ich unsere gemeinsame Zeit schön finde und noch nicht will, dass es vorbei ist. Oder ob es in einer Gruppe fremder Menschen ist, in welche ich dazu stehe was ich denke und wie ich die Dinge sehe. 

Wenn Du etwas wagst,
wächst Dein Mut.
Wenn Du zügerst,
Deine Angst.
~ Christian Bischoff

Wann hast du vielleicht Angst nicht gut genug zu sein?
Wann fällt es dir schwer dich wirklich zu zeigen?
Und wie überwindest du in selchen Momenten deine Angst?
Teile es mir gern in den Kommentaren mit.

Mit Liebe, 

Eure Linda 

 

 

 

Linda

Koffein fließ in meinen Venen, Glitzer dekoriert mein Gesicht und ein Garten blüht in meinem Herzen. Ich bin Linda. 26 Jahre jung und genauso wenig ein Fan von Wodka wie von Smalltalk. Yoga ist meine Passion und Liebe meine stärkste Waffe. Ich tanze durch das Leben, um jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Namasté!

2 Comments

  • ulli
    September 25, 2018

    Du hast es so schön und treffend in Worte gefasst. Dieser Text spricht mir aus der Seele und könnte gerade nicht passender sein!
    Ich bin oft mit der Angst nicht gut genug zu sein konfrontiert. Es hemmt mich, neue Sachen auszuprobieren und blockiert meine Kreativität beim Malen/Zeichnen aus Angst, dass es niemandem gefällt, ich belächelt werde oder oder…
    Am größten ist diese Angst allerdings wenn es darum geht die eigenen Gefühle zu offenbaren und ehrlich zu sagen was man fühlt oder denkt. Die Angst vor Zurückweisung oder Ablehnung kann so lähmend sein, dass man sich z.B. nicht traut einem Menschen zu sagen, dass es so schön ist, dass er sich nach sehr langer Zeit gemeldet hat und man gern wieder öfter Kontakt hätte.
    Dein Beitrag erinnert mich daran zu versuchen öfter den Mut zu haben ich selbst zu sein, Danke!

    Reply
    • Linda
      September 25, 2018

      Liebe Ulli,
      danke für deine Worte und das offene Teilen deiner Gedanken. Ich kenne diese Angst davor den ersten Schritt zu gehen oder als Erster zu sagen was man eigentlich fühlt nur zu gut. Ich habe mich in letzter Zeit öfter meiner Angst gestellt und den Schritt gewagt und eins habe ich gelernt: Du weißt nie was passieren wird. Es gibt nie eine 100% Sicherheit. Die Chancen stehen 50/50, dass du gewinnst oder verletzt wirst.
      Und ja, verletzt zu werden tut weh, aber für mich wäre ein “Was wäre wenn” immer viel schlimmer gewesen. Ich habe gemerkt, dass egal ob ich “gewonnen” oder “verloren” habe, ich war nachher immer reicher. Reicher an Mut. An Gewissheit, endlich zu wissen woran man ist. An Erfahrung und vor allem war ich näher an mir selbst, weil ich den Mut hatte mein Herz laut auszusprechen.
      Liebe Ulli, ich wünsche dir jeden Tag Mut der Welt zu zeigen wer du bist. <3

      Deine Linda

      Reply

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