Yoga

Mein Yoga

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Posted on / by Linda

namasté
My soul honors your soul.
I honor the place on you where
the entire universe resides.
I honor the light, love, truth, beauty
and peace within you,
because it is also within me.
In sharing these things
we are united, we are the same,
we are one.

 

Once upon time..

Ich habe schon vielen Geschichten darüber gelesen wie Yoga das Leben von verschiedensten Menschen verändert hat, aber ich habe noch nie über meine eigene nachgedacht.
Heute will ich euch mitnehmen, auf meine Reise zurück, dahin wo alles begann.

Den ersten nennenswerten Zeitpunkt, an den ich zurückdenken kann, zu welchem meine Füße zum ersten Mal eine Yogamatte betraten, war irgendwann im Frühling meines 19. Lebensjahres.
Meine Mutti war es, die mich zu dieser Zeit mit Yoga in Verbindung brachte. Und so kam es das wir eines Nachmittages unsere Yogamatten im Wohnzimmer ausrollten und ich meine erste Yogastunde absolvierte. Das die Lehrerin dabei durch den Fernseher zu uns sprach und nicht wahrhaftig vor uns stand, tat nichts zu Sache.

… So und vielleicht würdet ihr jetzt die Beschreibung meines ersten WOW-Momentes erwarten. Dieser eine Augenblick, wo ich genau wusste, dass dies das ist, was ich machen will. Wo ich mich angekommen fühlte. Wo ich wusste das die Matte mein Zuhause ist…
Leider muss ich euch enttäuschen. Damals, sah es noch ein bisschen anderes aus.

 

Nach meine ersten Stunden, an jenem besagten Nachmittag, irgendwann im Frühling fühlte ich mich eher etwas unbefriedigt.
Ich habe mein Leben lang Leistungssport betrieben. Ich habe seit ich 5 Jahre alt war 3 Mal die Woche in der Turnhalle gestanden und war mit Leib und Seele Akrobatin. Ich liebte (liebe noch immer) diesen Sport. Er brachte mich an meine Grenzen und drüber hinaus. Er war mein Zuhause, meine Familie und mein Rückzugsort. Zudem habe ich auch noch Ballett getanzt, was mich vor anderer Herrausforderungen stellte, wo ich meine zweite große Leidenschaft ausleben konnte und was mein Herz ebenso mit Glück füllte. Aus verschiedenen Gründe musste ich jedoch nach 13 Jahren meine Sportkarriere beenden.

Nun stand ich also erst einmal im Leeren. Sport hatte in meinem bisherigen Leben eine ziemlich tragende Rolle gespielt. Auf einmal war da also ein großes Loch, welches gefüllt werden wollte.
Mit diesem Hintergrund versuchte ich mich also im Yoga. Die Übungen vielen mit leicht, da ich genügen Kraft hatte mein eigenes Gewicht tragen zu können und beweglich genug war, um meine Gliedmaßen in jede beliebige Richtung zu verrenken. Aber dieser Vorteil war wohl auch mein Nachteil, denn ich fühlte mich ziemlich gelangweilt und fragte mich was man dran finden sollte langsam aufeinanderfolgende Haltungen einzunehmen und dabei nichts zu tun außer zu atmen.

Meine erste Begegnung mit Yoga war also nicht die erfolgreichste. Da es aber trotzdem etwas in mir wachrief, gab ich nicht auf und traute mich hier und da mal wieder auf die Matte. Ich ging ins Ausland und auch dort kam Yoga ab und zu wieder. Es war unregelmäßig und sporadisch aber es war immer da. Und da meine Mutti und meine Schwester mittlerweile auch fleißig mit beiden Beinen auf der Matte standen, zog es mich auch immer wieder auf die Matte zurück. Langsam empfand ich Freude und Entspannung, suchte jedoch immer noch am meisten den sportlichen Kick an der Sache.

Meine eigene Yogamatte hatte ich mittlerweile auch schon und zu Beginn meines Studiums war mir Yoga bereits so wichtig, dass ich unbedingt ein Zimmer wollte in dem ich meine Yogamatte bequem ausrollen konnte.
Dann entdeckte meine Schwester eine Yoga- Webseite. Hier luden verschiedene Yogalehrer aus unterschiedlichen Städten, Yogaklassen zum mitmachen hoch. Das war der Zeitpunkt, an dem ich zum ersten Mal mit unterschiedlichen Richtungen des Yogas vertraut gemacht wurde. Es eröffnete Welten in mir, als ich erkannte das Yoga so viele Formen hat.

Ich erkannte das Yoga nicht etwas festes ist, sondern unendliche Möglichkeiten bietet. Das es alles sein kann.
Langsam, schnell, fordernd oder entspannend. Lang, kurz, kompliziert oder einfach.
Dann gab es diesen einen Tag. Ein Tag an dem ich unheimlich viel im Kopf hatte und alles doppelt anstrengend war. Ich kam nach Hause, war müde, genervt, kaputt und stand neben mir. Also rollte ich meine Yogamatte aus, suchte mir ein Video raus, welches den Namen “Anti-Stress” hatte und begann mich langsam zu bewegen. Wären der Praxis konnte ich alles ausatmen, alles loslassen und anschließend fühlte ich mich wie neu geborenen. Das war die erste tiefe Erfahrung die mir zeigte, dass Yoga so viel mehr ist, als ein paar aneinandergereihte Posen und Haltungen. Hier habe ich zum ersten Mal wirklich vermerkt, wie es mir helfen kann meine Gedanken anzuhalten, mich ruhig werden zu lassen und die Welt wieder mit anderen Augen zu sehen.

Seit diesem Tag ist meine Yogamatte für mich ein Ort an dem ich zu mir kommen kann. Diese kleine Fläche, nur einige Millimeter über dem Boden, ist meine Insel geworden, welche mich aus dem Alltag rausholt. Es ist der Ort an dem ich bei mir ankomme. An dem ich nur bei mir sein kann. Mich fühle. Mir zuhöre. Und wo ich all das loslasse, was sich über den Tag angestaut hat. Es ist Zuhause.

Ich komme auf die Matte um mich an meine Grenzen zu bringen. Um zu experimentieren und neue Erfahrungen zu machen. Um zu lachen und zu weinen. Um zu tanzen, zu meditieren oder um einfach nur da zu liegen und meiner Lieblingsmusik zu lauschen. Manchmal bleibe ich Stunden, manchmal nur ein paar Minuten. Ich komme um mir selber zuzuhören. Um mich zu verstehen und zu erkennen.

Mein Yoga ist über die Jahre hinweg unglaublich gewachsen. Ich nehme es mit von der Matte, rein in meinen Alltag. Ich habe erkannt das Yoga nicht nur das beschreibt was auf meiner Matte passiert, sondern auch die Haltung die ich in mein Alltag hineintrage. Es ist die Art wie ich Menschen und jedem Lebewesen begegne. Es ist die Art wie ich meine Füße den Boden berühren und wie ich diese Welt bewohne. Es sind die Wörter die ich sage und Gesten die ich mache.

Ich komme auf die Matte um mich selbst zu erkunden, zu heilen, zu wachsen und zu lieben. Es ist mein Weg auf mich Acht zu geben und Kraft zu tanken. Und dann gehe ich hinaus in die Welt, um ein Teil dieser Liebe zu verschenken. Denn wenn ich nicht auf mich selbst aufpasse, dann kann ich auch niemand anderen helfen.

Egal wie erfahren du auch bist, egal wieviele Jahre du bereits Yoga praktizierst und welche Haltungen du einnehmen kannst, du bleibst immer ein Schüler. Es gibt immer mehr zu lernen und zu erfahren. Das ist das wunderbare. Ich möchte Yoga teilen. Mit anderen. Ich möchte Yoga unterrichten. Für Erwachsene, für Jugendliche, für Kinder. Ich freu mich darauf meine Leidenschaft mit anderen teilen zu können und vor allem freue ich mich darauf, dabei immer weiter zu lernen.

Yoga is not about touching
your toes,
it is what you learn
on the way down.
-Jigar Gor

In Liebe,

Eure Linda

Linda

Koffein fließ in meinen Venen, Glitzer dekoriert mein Gesicht und ein Garten blüht in meinem Herzen. Ich bin Linda. 26 Jahre jung und genauso wenig ein Fan von Wodka wie von Smalltalk. Yoga ist meine Passion und Liebe meine stärkste Waffe. Ich tanze durch das Leben, um jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Namasté!

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